{"id":145,"date":"2014-02-03T16:17:00","date_gmt":"2014-02-03T16:17:00","guid":{"rendered":"http:\/\/zweinutzungshuhn.de\/?page_id=145"},"modified":"2014-02-11T22:22:23","modified_gmt":"2014-02-11T22:22:23","slug":"entstehung","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/zweinutzungshuhn.de\/","title":{"rendered":"Entstehung"},"content":{"rendered":"<p>Die Vorfahren unserer heutigen H\u00fchner lebten im Dschungel und Dank ihres nat\u00fcrlichen Sozialverhaltens konnten sie sich unserer Welt immer besser anpassen. Unsere Vorfahren haben gemerkt, wie effektiv sie ihr Futter in Eier und Fleisch umwandeln konnten. Damit begann die Zucht.<\/p>\n<p>\u00dcber Jahrtausende z\u00fcchteten Bauern die H\u00fchner als Fleisch- und Eierlieferanten. Erst seit Ende der 50er Jahre wurde angefangen, speziell das Eine (Eier) oder Andere (Fleisch) zu z\u00fcchten.<\/p>\n<p>Man begann mit einer neuen Methode der Z\u00fcchtung. Man tat genau das Gegenteil, wie die Natur die Fortpflanzung vorantreibt. Bewusst kreuzte man Inzucht-Tiere miteinander, um die Leistung zu erh\u00f6hen. Die darauffolgende Unfruchtbarkeit wurde in Kauf genommen.\u00a0Zucht durch Inzucht (Hybridzucht) war ihr Erfolg und zugleich ihre gesch\u00e4ftliche Absicherung. Von hier an waren Bauern von Gro\u00dfbr\u00fctereien abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Von nun an wurden Hybriden gez\u00fcchtet. \u00dcber 95 Prozent aller H\u00fchner sind mittlerweile Hybridtiere. Durch die Hybridzucht erreichten die Masth\u00e4hnchen in 5 Wochen schon ihr Schlachtgewicht, was nicht lange vorher noch 20 Wochen dauerte. Diese neue Form der Z\u00fcchtung beschleunigte den Aufwuchs so vehement, wie es zuvor in der Geschichte der Zucht und Entwicklung noch nicht gegeben hat.<\/p>\n<p>Der Erfolg des schnellen Wachstums aber bedingte, dass Herz und Lunge belastet wurden. Durch die hohen, unnat\u00fcrlich schnellen Zunahmen entstand ein Missverh\u00e4ltnis zwischen dem Skelett und dem Fleischwachstum. Oft kam es dabei zu Fehlstellungen und Verformungen der Beine.<\/p>\n<p><strong>Es ist ein biologischer Fakt, das eine nat\u00fcrliche Entwicklung des Huhns Zeit braucht.<\/strong><\/p>\n<p>Die weiblichen H\u00fchner sind auf hohe Legeleistung gez\u00fcchtet worden. Um 300 Eier pro Jahr \/ pro Henne zu erreichen, hat das Huhn gelernt (lernen m\u00fcssen) das Futter ins Ei zu stecken, statt in ihr Fleisch. So ergab sich nun ein zuchtbedingtes Problem:<\/p>\n<p>wenn von 1000 Eiern im Brutautomat die K\u00fcken schl\u00fcpfen, sind 500 weiblich und die anderen 500 m\u00e4nnlich. Die weiblichen K\u00fcken werden eifrige Legerinnen und werden viele Eier legen. Die m\u00e4nnlichen K\u00fcken werden vergast oder geschreddert, bestenfalls werden sie Tierfutter. In den Augen der Gefl\u00fcgelmastindustrie wachsen sie zu langsam, um profitabel zu sein.<\/p>\n<p>In verschiedenen Teilen Deutschlands haben sich Landwirte und Erzeuger auf den Weg gemacht, um das Problem der K\u00fcken-T\u00f6tung zu l\u00f6sen. Manche hoffen auf ein technisches Verfahren, welche das Geschlecht am Brutei bestimmen kann, um die m\u00e4nnlichen Eier gezielt vor dem Schl\u00fcpfen aussondern zu k\u00f6nnen. Andere nehmen die langsamere Entwicklung des K\u00fckens hin und ziehen sie auf.\u00a0Oder man steigt aus dem System der Hybridz\u00fcchtung aus. Einige Bauern haben seit wenigen Jahren wieder begonnen mit Rasseh\u00fchnern zu arbeiten. Ihr Ziel ist es H\u00fchner in einem geschlossenen Kreislauf zu halten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vorfahren unserer heutigen H\u00fchner lebten im Dschungel und Dank ihres nat\u00fcrlichen Sozialverhaltens konnten sie sich unserer Welt immer besser anpassen. 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